Hensoldt Aktienanalyse Juli 2026
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Hensoldt bekräftigt Jahresziele, Debatte um Fregatte F126 wird von hohem Auftragsbestand positiv überschattet

von Andreas Bernstein

Hensoldt gehört zu den führenden europäischen Unternehmen im Bereich Verteidigungs- und Sensortechnologie. Das Unternehmen entwickelt hochmoderne Radar-, Sensor-, Elektronik- und Aufklärungssysteme, die sowohl in militärischen als auch in sicherheitsrelevanten zivilen Anwendungen zum Einsatz kommen. Obwohl Hensoldt als eigenständiges Unternehmen noch vergleichsweise jung ist, reichen seine technologischen Wurzeln viele Jahrzehnte zurück und sind eng mit der Geschichte der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie verbunden.

Die heutige Hensoldt AG entstand im Jahr 2017, als der Technologiekonzern Airbus seine Sparte für Verteidigungselektronik an den Finanzinvestor KKR verkaufte. Der Name Hensoldt erinnert an den deutschen Optik-Pionier Moritz Carl Hensoldt, dessen Unternehmen bereits im 19. Jahrhundert hochwertige optische Instrumente entwickelte. Mit der Ausgliederung erhielt Hensoldt die Möglichkeit, sich vollständig auf Sensorik, Verteidigungselektronik und sicherheitskritische Technologien zu konzentrieren. Bereits kurz nach der Eigenständigkeit begann das Unternehmen, seine Marktposition durch gezielte Investitionen und Übernahmen weiter auszubauen.

Ab IPO 2020 ist Hensoldt gefragt

Im September 2020 wagte Hensoldt den Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse. Das Interesse der Investoren war groß, da das Unternehmen in einem technologisch anspruchsvollen Markt tätig ist und langfristig von steigenden Verteidigungsausgaben profitieren könnte. Nach dem Börsengang blieb die Entwicklung zunächst noch vergleichsweise ruhig, bevor sich das Marktumfeld ab dem Jahr 2022 grundlegend veränderte.

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine rückte die nationale und europäische Sicherheit deutlich stärker in den Mittelpunkt der politischen Agenda. Zahlreiche NATO-Staaten kündigten höhere Verteidigungsbudgets an, Deutschland beschloss zusätzlich das 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr. Dadurch verbesserte sich die Nachfrage nach moderner Verteidigungs- und Sensortechnologie erheblich. Hensoldt gehörte zu den Unternehmen, die von diesem Strukturwandel besonders profitierten.

Produktportfolio ist weitaus größer

Heute umfasst das Produktportfolio eine Vielzahl hochentwickelter Systeme. Besonders bekannt ist Hensoldt für seine leistungsfähigen Radarsysteme, die Flugzeuge, Drohnen, Raketen und andere Objekte über große Entfernungen erkennen und verfolgen können. Hinzu kommen elektrooptische Sensoren, Nachtsichttechnik, elektronische Kampfführung, Selbstschutzsysteme für Flugzeuge sowie Lösungen für Aufklärung und Informationsgewinnung. Die Produkte kommen unter anderem in Kampfflugzeugen, Hubschraubern, Marineschiffen, Luftverteidigungssystemen und gepanzerten Fahrzeugen zum Einsatz.

Ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts sind zudem moderne Luftverteidigungssysteme. Hensoldt liefert beispielsweise Radarsensoren für das Flugabwehrsystem IRIS-T SLM, das insbesondere durch seinen erfolgreichen Einsatz in der Ukraine internationale Aufmerksamkeit erhalten hat. Auch beim europäischen Luftverteidigungsprojekt European Sky Shield Initiative spielen moderne Sensorlösungen des Unternehmens eine wichtige Rolle.

Hier siehst Du die Bereiche, an denen Hensoldt arbeitet:

Darüber hinaus ist Hensoldt an zahlreichen internationalen Zukunftsprogrammen beteiligt. Dazu zählt unter anderem das Future Combat Air System (FCAS), das gemeinsam von Deutschland, Frankreich und Spanien entwickelt wird und langfristig die nächste Generation europäischer Kampfflugzeuge hervorbringen soll. Sensorfusion, künstliche Intelligenz und vernetzte Gefechtsführung gehören dabei zu den zentralen Technologien, in denen Hensoldt umfangreiche Kompetenzen aufgebaut hat.

Zukunftsaussichten mit den Technologien

Neben klassischen Verteidigungsprojekten investiert das Unternehmen zunehmend in Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Moderne Sensoren erzeugen enorme Datenmengen, die in Echtzeit ausgewertet werden müssen. Mithilfe von KI können Bedrohungen schneller erkannt, Informationen effizienter verarbeitet und militärische Entscheidungen besser unterstützt werden. Dadurch entwickelt sich Hensoldt zunehmend von einem reinen Hardwarehersteller zu einem Anbieter intelligenter Gesamtlösungen.

Auch Übernahmen haben das Wachstum beschleunigt. Mit der Integration verschiedener Spezialunternehmen konnte Hensoldt seine Kompetenzen in den Bereichen Sensorik, Software und elektronische Systeme kontinuierlich erweitern. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen eng mit zahlreichen europäischen Rüstungskonzernen wie Airbus, Rheinmetall, Leonardo oder Thales zusammen und ist in viele internationale Verteidigungsprogramme eingebunden.

So skizziert sich dort das weitere Wachstum:

Wuchs wirtschaftlich das Unternehmen weiter?

Blicken wir nun auf das Chartbild der Aktie.

So entwickelte sich die HENSOLDT Aktie

An der Börse entwickelte sich die Hensoldt-Aktie nach dem Börsengang zunächst verhalten, ehe sie mit dem Beginn des Ukraine-Krieges deutlich an Dynamik gewann. Die Aussicht auf dauerhaft höhere Verteidigungsausgaben, gut gefüllte Auftragsbücher und steigende Umsätze sorgten für erhebliches Anlegerinteresse. Trotz zwischenzeitlicher Kursschwankungen gilt Hensoldt heute als einer der wichtigsten europäischen Vertreter im Bereich Verteidigungselektronik. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden die erfolgreiche Umsetzung der zahlreichen Großaufträge, die Beteiligung an europäischen Zukunftsprogrammen sowie die Fähigkeit sein, Innovationen in den Bereichen Sensorik, künstliche Intelligenz und Digitalisierung weiter voranzutreiben. Sollte Europa seine sicherheitspolitische Neuausrichtung langfristig fortsetzen, dürfte Hensoldt zu den Unternehmen gehören, die von diesem strukturellen Wandel besonders profitieren können.

Technisch ist die Aktie in einem in einem Dreieck verortet, wobei die Unterstützung bei 70 Euro nun bereits in 2 Jahren mehrfach getestet werden konnte. Antizyklisch wäre hier ein Long-Trade mit kalkulierbarem Risiko möglich. Gelingt zur Oberseite hin ein Run zur Trendlinie und deren Bruch? Dies wäre das nächste Long-Signal, was Du hier dann prozyklisch aus dem Chart ablesen kannst:

Dieser Chart wurden mit Stock3 erstellt. Melde Dich gern dafür an und nutze den Code ABSTOCK3 für den ersten Monat gratis bei allen Services, wie stock3 Plus, Tech oder TechAdvanced unter https://www.fit4finanzen.de/stock3

Hier kannst Du die Aktie handeln

Mit dem Multi-Konto von WHS – anbei alle Vorteile auf einen Blick – kannst Du die Aktie sehr attraktiv und direkt über die Börse handeln. Als Tool empfehle ich Tradingview, da hier sehr viele charttechnische Aspekte mit einbezogen werden können:

Fazit der HENSOLDT Analyse

Für die kommenden Jahre sprechen mehrere langfristige Trends für weiteres Wachstum. Die geopolitischen Spannungen bleiben hoch, viele NATO-Staaten modernisieren ihre Streitkräfte und investieren verstärkt in Luftverteidigung, Drohnenabwehr, elektronische Kampfführung und vernetzte Sensorik. Gleichzeitig gewinnen die Sicherung kritischer Infrastruktur sowie der Schutz vor Cyber- und Hybridbedrohungen zunehmend an Bedeutung. Genau in diesen Bereichen verfügt Hensoldt über technologisches Know-how und langjährige Erfahrung.

Die aktuelle Diskussion zum Abbruch eines Marine-Auftrages dürften der Bilanz nicht schaden, äußerte das Unternehmen, da der Auftragsbestand weiter hoch ist. Wir prüfen dies mit den weiteren Aussichten und natürlich auch vor dem Hintergrund des Chartbildes.

Das Video zur HENSOLDT Aktienanalyse

Im Format „Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig Aktien näher unter die Lupe. Heute ist die HENSOLDT das Thema des Tages, anbei das Video:

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Mehr Informationen

Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.

Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video!

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Aktien Research Andreas Bernstein

Risikohinweis für Trader

Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.

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