Volkswagen Aktienanalyse
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Volkswagen steigert Dividendenrendite und hat ein KGV von 4, ist die Aktie nun besonders attraktiv?

von Andreas Bernstein

Volkswagen AG gehört zu den größten Automobilherstellern der Welt und blickt auf eine mehr als acht Jahrzehnte lange Unternehmensgeschichte zurück. Die Wurzeln des Konzerns reichen bis in die 1930er Jahre zurück, als die Idee eines erschwinglichen „Volkswagens“ für breite Bevölkerungsschichten entstand. 1937 wurde die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens gegründet, aus der später die Volkswagen AG hervorging. Das bekannteste Fahrzeug der frühen Unternehmensgeschichte war der legendäre Käfer, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Symbol des deutschen Wirtschaftswunders wurde und weltweit Millionen Käufer fand.

Nach Kriegsende übernahmen die britischen Besatzungsbehörden zunächst die Kontrolle über das Werk in Wolfsburg. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Volkswagen von einem Hersteller eines einzelnen Modells zu einem internationalen Automobilkonzern. Der Käfer wurde zum Exportschlager und legte die Grundlage für das starke Wachstum des Unternehmens. Mit Modellen wie dem Golf, Passat oder Polo gelang es Volkswagen später, weitere Fahrzeugklassen erfolgreich zu besetzen und sich dauerhaft als einer der führenden europäischen Autobauer zu etablieren.

Die Markenvielfalt bei Volkswagen

Ein entscheidender Wachstumsschritt erfolgte durch zahlreiche Übernahmen und Beteiligungen. Im Laufe der Jahre integrierte Volkswagen Marken wie Audi, Škoda Auto, SEAT, Porsche AG, Bentley Motors, Lamborghini und weitere Marken in den Konzern. Dadurch entstand ein breit aufgestelltes Unternehmen, das nahezu alle Fahrzeugsegmente vom Kleinwagen bis zum Luxus- und Sportwagenmarkt abdeckt.

In den 2000er Jahren entwickelte sich Volkswagen zu einem der größten Automobilkonzerne weltweit. Besonders das starke Wachstum in China trug erheblich zum Unternehmenserfolg bei. Der chinesische Markt wurde über viele Jahre zu einer der wichtigsten Gewinnquellen des Konzerns. Gleichzeitig investierte Volkswagen massiv in neue Produktionsstandorte, Forschung und Entwicklung sowie internationale Expansion.

Rücklauf im Umsatz oder Talsohle?

Einen tiefen Einschnitt erlebte das Unternehmen im Jahr 2015 mit dem sogenannten Dieselskandal. Dabei wurde bekannt, dass bei Millionen Dieselfahrzeugen Software eingesetzt worden war, um Abgastests zu beeinflussen. Die Folgen waren milliardenschwere Strafzahlungen, Rechtsstreitigkeiten und ein erheblicher Imageschaden. Dennoch gelang es Volkswagen, die Krise finanziell zu bewältigen und die strategische Neuausrichtung des Konzerns voranzutreiben.

Die einzelnen Segmente entwickelten sich in den letzten Jahren wie folgt:

Dabei sehen wir eine Erholung im letzten Jahr, doch kann die ins Jahr 2026 hinein transportiert werden?

Elektromobilität bleibt eine Herausforderung

In den Jahren nach dem Dieselskandal rückte die Elektromobilität zunehmend in den Mittelpunkt. Volkswagen investierte Milliardenbeträge in die Entwicklung eigener Elektroplattformen, Batterietechnologien und Softwarelösungen. Mit der ID.-Familie entstand eine neue Generation von Elektrofahrzeugen, die den Übergang vom klassischen Verbrennungsmotor zur Elektromobilität beschleunigen sollte. Ziel des Konzerns ist es, langfristig zu den weltweit führenden Anbietern elektrischer Fahrzeuge zu gehören.

Neben der Elektromobilität spielen auch Digitalisierung, Software und autonomes Fahren eine immer größere Rolle. Volkswagen investiert in eigene Softwareplattformen, vernetzte Fahrzeuge und digitale Dienstleistungen. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an neuen Mobilitätskonzepten und versucht, zusätzliche Erlösquellen jenseits des klassischen Fahrzeugverkaufs zu erschließen.

Eine besondere Herausforderung der vergangenen Jahre war der zunehmende Wettbewerb aus China. Hersteller wie BYD, NIO oder XPeng haben den Markt für Elektrofahrzeuge stark verändert und erhöhen den Druck auf etablierte Hersteller. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch Tesla, das den Wandel zur Elektromobilität maßgeblich beschleunigt hat.

Wie entwickelte sich die Aktie?

So entwickelte sich die Volkswagen Aktie

Die Aktie von Volkswagen galt lange als klassischer Industriewert mit starker Abhängigkeit von der weltweiten Konjunktur. Neben den Auswirkungen des Dieselskandals beeinflussten in den vergangenen Jahren insbesondere die Transformation zur Elektromobilität sowie die Entwicklung des China-Geschäfts die Kursentwicklung. Anleger beobachten dabei vor allem, ob es dem Konzern gelingt, seine starke Marktstellung erfolgreich in das Zeitalter der Elektromobilität zu übertragen.

Von der Performance her gelang erst in jüngster Zeit kein Schritt nach vorn, der Chart „kratzt“ gerade an einem Mehrjahrestief. Erst eine Stabilisierung über 80 Euro würde das Chartbild etwas aufhellen, sodass dieser Bereich für mich als Träger gilt. Diesen siehst Du hier in Euro bei den Vorzugsaktien:

20260623 Chartanalyse Aktie Volkswagen AG Vz.

Dieser Chart wurden mit Stock3 erstellt. Melde Dich gern dafür an und nutze den Code ABSTOCK3 für den ersten Monat gratis bei allen Services, wie stock3 Plus, Tech oder TechAdvanced unter https://www.fit4finanzen.de/stock3

Hier kannst Du die Aktie handeln

Mit dem Multi-Konto von WHS – anbei alle Vorteile auf einen Blick – kannst Du die Aktie sehr attraktiv und direkt über die Börse handeln. Als Tool empfehle ich Tradingview, da hier sehr viele charttechnische Aspekte mit einbezogen werden können:

Fazit der Volkswagen Analyse

Für die Zukunft wird entscheidend sein, wie schnell Volkswagen seine Elektrostrategie umsetzen, die Softwarekompetenz ausbauen und sich gegen die wachsende Konkurrenz behaupten kann. Die globale Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, die Digitalisierung des Automobils und neue Mobilitätskonzepte bieten große Chancen, erfordern jedoch gleichzeitig hohe Investitionen. Mit seiner starken Markenwelt, seiner globalen Präsenz und seiner enormen industriellen Erfahrung besitzt Volkswagen weiterhin gute Voraussetzungen, um eine wichtige Rolle in der zukünftigen Automobilindustrie zu spielen. Dafür wird viel investiert, aber viel Dividende für Aktionäre geboten – wie passt das zusammen?

Wir blicken auf die jüngsten Quartalszahlen und das Chartbild der Aktie, die als „Volksaktie“ zuletzt stark in den Hintergrund geraten ist.

Das Video zur Volkswagen Aktienanalyse

Im Format „Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig Aktien näher unter die Lupe. Heute ist die Volkswagen das Thema des Tages, anbei das Video:

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2026 Youtube Andreas Bernstein Teaser

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Aktien Research Andreas Bernstein

Risikohinweis für Trader

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