D-Wave Quantum Aktienanalyse
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D-Wave Quantum weitet Verlust aus, Auftragslage regt aber Phantasie an

von Andreas Bernstein

Die Geschichte von D-Wave Quantum beginnt bereits Ende der 1990er-Jahre in Kanada. Gegründet wurde das Unternehmen 1999 in Vancouver mit dem Ziel, Quantencomputer für praktische Anwendungen nutzbar zu machen – zu einer Zeit, als das Thema Quantencomputing noch weitgehend akademisch geprägt war. D-Wave gehörte damit zu den ersten Unternehmen weltweit, die sich ausschließlich auf die Entwicklung kommerzieller Quantencomputer konzentrierten. Während große Technologiekonzerne viele Jahre später in das Thema einstiegen, arbeitete D-Wave bereits früh an eigenen Systemen und Forschungsansätzen. Bekannt wurde das Unternehmen insbesondere durch seinen Fokus auf sogenanntes Quantum Annealing, also eine spezielle Form des Quantencomputings, die vor allem bei Optimierungsproblemen eingesetzt werden soll. Dabei geht es beispielsweise um die effizienteste Berechnung logistischer Abläufe, Verkehrsströme, Produktionsprozesse oder komplexer Finanzmodelle.

Dieses Wachstum verzeichnet D-Wave Quantum

In den ersten Jahren wurde D-Wave von vielen Beobachtern skeptisch betrachtet. Die technologische Vision galt als ambitioniert und schwer überprüfbar. Dennoch gelang es dem Unternehmen, namhafte Investoren und Partner zu gewinnen. Besonders für Aufmerksamkeit sorgte die Vorstellung früher Quantenprozessoren in den 2000er-Jahren. Einen größeren Bekanntheitsschub erhielt D-Wave schließlich, als Unternehmen wie Google, Lockheed Martin oder die NASA begannen, mit der Technologie zu experimentieren beziehungsweise Systeme des Unternehmens einzusetzen. Damit etablierte sich D-Wave als einer der Pioniere im noch jungen Markt für Quantencomputer.

Technologisch unterscheidet sich D-Wave bis heute von vielen Wettbewerbern. Während Unternehmen wie IBM, Rigetti oder IonQ vor allem auf universelle gate-basierte Quantencomputer setzen, konzentriert sich D-Wave auf praktische Speziallösungen im Bereich Optimierung und künstliche Intelligenz. Der Ansatz des Quantum Annealing gilt zwar nicht als universeller Quantencomputer im klassischen Sinn, besitzt jedoch den Vorteil, dass bestimmte industrielle Probleme bereits heute bearbeitet werden können. Dadurch versucht D-Wave, schneller reale Anwendungsfelder zu erschließen und sich frühzeitig Marktanteile in Zukunftsbranchen zu sichern.

So stiegen die Umsätze in den letzten Jahren an:

Welche Systeme laufen bereits im Quantencomputing?

Im Laufe der Jahre entwickelte das Unternehmen immer leistungsfähigere Systeme mit steigender Zahl sogenannter Qubits. Gleichzeitig wurde die Cloud-Anbindung wichtiger, sodass Kunden die Rechenleistung der Quantencomputer über das Internet nutzen können. Gerade in Kombination mit künstlicher Intelligenz, Big Data und komplexen Simulationsmodellen sehen viele Experten langfristig enormes Potenzial für Quantencomputing. D-Wave positioniert sich deshalb zunehmend als Anbieter hybrider Systeme, bei denen klassische Hochleistungsrechner und Quantenprozessoren zusammenarbeiten.

Mit dem weltweit stark gestiegenen Interesse an künstlicher Intelligenz und Hochleistungsrechnern rückte später auch das Thema Quantencomputing wieder stärker in den Mittelpunkt der Börse. Anleger spekulieren darauf, dass Quantencomputer in Zukunft in zahlreichen Industrien eine ähnlich revolutionäre Rolle einnehmen könnten wie einst das Internet oder später die Cloud-Technologie. D-Wave profitiert dabei von seiner frühen Marktposition, den bestehenden Partnerschaften und seiner langjährigen Erfahrung im praktischen Einsatz von Quantencomputern.

Wie reagiert die Aktie bisher?

So entwickelte sich die D-Wave Aktie

An die Börse ging D-Wave Quantum im Jahr 2022 über eine Fusion mit einer SPAC-Gesellschaft. Das Börsenumfeld für Technologie- und Wachstumsunternehmen war zu diesem Zeitpunkt allerdings schwierig, da steigende Zinsen und eine allgemein schwächere Risikobereitschaft an den Märkten viele Zukunftsunternehmen unter Druck setzten. Entsprechend entwickelte sich auch die Aktie zunächst volatil und geriet nach dem Börsengang deutlich unter Druck. Wie bei vielen Unternehmen aus dem Bereich Zukunftstechnologien standen weniger aktuelle Gewinne als vielmehr langfristige Wachstumsfantasien im Fokus der Anleger.

Von der Performance her gelang erst in jüngster Zeit wieder ein Schritt zurück auf die Konsolidierung aus dem Oktober. Der Bereich um 20 US-Dollar ist nun ein möglicher Haltepunkt, an dem sich die Aktie mehrfach stabilisierte. Gelingt es trotz der schwachen Erwartungen zu den Gewinnen mit der Auftragslage allein, die Phantasie weiter hoch zu halten, sind Kurssteigerungen möglich.

Genau dieser aktuelle Support ist als Ankerbereich zu sehen:

20260512 Chartanalyse Aktie D-Wave Quantum

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Fazit der D-Wave Quantum Aktienanalyse

Die Zukunft des Unternehmens bleibt dennoch mit hohen Chancen, aber auch erheblichen Risiken verbunden. Der Markt für Quantencomputing steckt trotz großer Fortschritte weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase. Noch ist offen, welche Technologieansätze sich langfristig durchsetzen werden und wann Quantencomputer tatsächlich im großen Stil wirtschaftlich eingesetzt werden können. Gleichzeitig investieren inzwischen nahezu alle großen Technologiekonzerne Milliardenbeträge in die Entwicklung eigener Quantenlösungen. Für D-Wave bedeutet dies einerseits wachsende Konkurrenz, andererseits aber auch eine steigende Aufmerksamkeit für die gesamte Branche.

Bisher sind die Kosten dominant und die Umsätze wachsen nur langsam. Damit ist die Aktie weiter hochspekulativ, was auch das Chartbild aufzeigt. Wir analysieren die aktuellen Quartalszahlen und die Reaktion der Aktien heute für Dich.

Das Video zur D-Wave Quantum Aktienanalyse

Im Format „Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig Aktien näher unter die Lupe. Heute ist die D-Wave Quantum das Thema des Tages, anbei das Video:

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