20260123 Aktienanalyse Intel Teaser
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Intel im Wachstum, aber langsamer als erwartet, Aktie bereits zu weit vorgelaufen?

von Andreas Bernstein

Die Geschichte der Intel Corporation ist eng mit der Entstehung und dem Aufstieg des modernen Computerzeitalters verbunden. Gegründet wurde das Unternehmen 1968 von Robert Noyce und Gordon Moore, zwei Pionieren der Halbleiterindustrie, die zuvor bei Fairchild Semiconductor tätig waren. Bereits der Name – eine Abkürzung für „Integrated Electronics“ – spiegelte den Anspruch wider, integrierte Schaltkreise zur industriellen Reife zu bringen. Intel fokussierte sich zunächst auf Speicherchips, insbesondere DRAM, bevor in den 1970er-Jahren mit dem Mikroprozessor eine strategische Weichenstellung erfolgte, die das Unternehmen dauerhaft prägen sollte.

Heute ist bei Intel auch das Thema KI wichtig, sodass nicht mehr (nur) das Thema Privatanwender und deren Technik im Vordergrund steht:

Internationales Wachstum

Der Börsengang erfolgte 1971 an der NASDAQ und markierte den Beginn einer rasanten Wachstumsphase. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde Intel zum dominierenden Anbieter von x86-Prozessoren für Personal Computer. Die enge Partnerschaft mit Microsoft führte zur sogenannten „Wintel“-Ära, in der Intel-Chips zum faktischen Standard für PCs avancierten. Marken wie 386, 486 und später Pentium wurden nicht nur technische Bezeichnungen, sondern Synonyme für Leistungsfortschritt. Die hohe Marktmacht ermöglichte über Jahrzehnte außergewöhnliche Margen und einen stetigen Anstieg von Umsatz und Gewinn.

Der Geschäftsverlauf der vergangenen zehn bis fünfzehn Jahre war jedoch von zunehmenden Herausforderungen geprägt. Während Intel lange Zeit auf ein integriertes Geschäftsmodell mit eigener Chipfertigung setzte, geriet das Unternehmen technologisch ins Hintertreffen. Verzögerungen bei der Einführung neuer Fertigungsprozesse schwächten die Wettbewerbsposition gegenüber Konkurrenten wie AMD im Prozessorbereich und spezialisierten Auftragsfertigern wie TSMC. Parallel verschob sich der Markt weg vom klassischen PC hin zu Rechenzentren, mobilen Endgeräten und spezialisierten Beschleunigern, Bereichen, in denen Intel nicht immer die technologische Führungsrolle innehatte.

So kann sich der Geschäftsverlauf weiter entwickeln:

Wie entwickelte sich die Aktie?

Die Entwicklung der Intel-Aktie

Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Aktienkursentwicklung wider. Nach langen Jahren relativer Stabilität und attraktiver Dividenden geriet die Intel-Aktie ab etwa 2018 unter Druck. Gewinnwarnungen, Marktanteilsverluste und ein Vertrauensverlust in die technologische Roadmap führten zu einer unterdurchschnittlichen Performance im Vergleich zum Halbleitersektor insgesamt. Der Konzern reagierte mit einem strategischen Kurswechsel: Massive Investitionen in neue Fertigungskapazitäten, eine stärkere Öffnung der eigenen Fabriken für externe Kunden (Intel Foundry Services) sowie eine Neuausrichtung des Produktportfolios sollen die Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen.

Die aktuelle Situation zeigt kein Kaufsignal, aber eine mögliche Bodenbildung auf:

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Ausblick bei Intel nach den Earnings

Der Ausblick für Intel ist damit von einem Spannungsfeld geprägt. Auf der einen Seite stehen hohe Investitionskosten, ein intensiver Wettbewerb und die Notwendigkeit, verlorenes technologisches Vertrauen zurückzugewinnen. Auf der anderen Seite verfügt Intel weiterhin über eine starke Marke, tiefes Ingenieurs-Know-how und politische Rückenwinde, insbesondere durch Förderprogramme für den Aufbau einer unabhängigen Halbleiterproduktion in den USA und Europa. Gelingt es dem Unternehmen, seine Fertigungsstrategie erfolgreich umzusetzen und wieder zur technologischen Spitze aufzuschließen, könnte Intel mittelfristig von der wachsenden Nachfrage nach Hochleistungs- und KI-Chips profitieren. Für Investoren bleibt die Aktie damit weniger ein Selbstläufer als vielmehr eine Turnaround-Wette auf die Rückkehr eines einstigen Branchenführers. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen eine Verlangsamung des Wachstums, da es zu Engpässen bei der Produktion kommt. Wie reagiert die Aktie darauf?

Dies erörtern wir im heutigen Video und blicken auf die Bilanzdaten und das Chartbild der Aktie.

Das Video zur Intel Aktienanalyse

Im Format „US-Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig US-Aktien näher unter die Lupe. Heute ist die Intel das Thema des Tages, anbei das Video:

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Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video!

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Aktien Research Andreas Bernstein

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