CrowdStrike Holdings wurde 2011 von George Kurtz, Dmitri Alperovitch und Gregg Marston gegründet und gehört heute zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich Cybersecurity. Von Beginn an setzte CrowdStrike auf einen anderen Ansatz als viele klassische Anbieter von Sicherheitssoftware. Statt umfangreicher Programme auf einzelnen Computern zu installieren, entwickelte das Unternehmen mit Falcon eine cloudbasierte Sicherheitsplattform, die Endgeräte, Netzwerke und zunehmend auch Cloud-Infrastrukturen zentral überwacht und schützt.
Bekannt wurde CrowdStrike zunächst vor allem durch die sogenannte Endpoint Security. Dabei werden Computer, Server und andere Endgeräte kontinuierlich auf verdächtige Aktivitäten untersucht. Über die Jahre wurde Falcon jedoch immer stärker erweitert. Heute deckt die Plattform unter anderem Identitätsschutz, Cloud Security, Threat Intelligence und Next-Generation SIEM ab. Unternehmen können zahlreiche Sicherheitsfunktionen über eine gemeinsame Plattform beziehen, anstatt unterschiedliche Lösungen verschiedener Anbieter miteinander kombinieren zu müssen.
Seit 7 Jahren als Aktie an der Nasdaq gefragt
Der Börsengang erfolgte 2019 an der Nasdaq. Seitdem entwickelte sich CrowdStrike zu einem der wichtigsten Cybersecurity-Unternehmen an der Börse. Das Geschäftsmodell basiert überwiegend auf wiederkehrenden Abonnements und ist dadurch gut skalierbar. Je mehr Sicherheitsmodule ein Kunde über Falcon nutzt, desto stärker kann CrowdStrike den Umsatz innerhalb der bestehenden Kundenbasis ausbauen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei inzwischen Künstliche Intelligenz. CrowdStrike analysiert über seine Plattform enorme Mengen an Sicherheitsdaten und nutzt KI, um ungewöhnliches Verhalten und potenzielle Angriffe möglichst frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig verändert generative KI die Bedrohungslage. Cyberkriminelle können Angriffe automatisieren und beispielsweise Phishing, Schadsoftware oder Identitätsdiebstahl effizienter durchführen. Für Unternehmen steigt damit der Druck, ihre IT-Infrastruktur ebenfalls mit automatisierten und KI-gestützten Sicherheitssystemen zu schützen.
Sorgen um Sicherheit auch bei Crowdstrike
Einen erheblichen Rückschlag musste CrowdStrike im Juli 2024 verkraften. Ein fehlerhaftes Software-Update führte weltweit zum Ausfall von Millionen Windows-Systemen. Fluggesellschaften, Banken, Krankenhäuser und zahlreiche andere Unternehmen waren betroffen. Der Vorfall verursachte nicht nur erhebliche Kosten, sondern beschädigte auch das Vertrauen in das Unternehmen. CrowdStrike musste Kunden entschädigen und ihre internen Prozesse verbessern.
Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch deutlich, dass dieser Rückschlag inzwischen weitgehend überwunden scheint. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das Ende Juli 2026 abgeschlossen wurde, steigerte CrowdStrike den Umsatz um 26 Prozent auf 1,47 Milliarden US-Dollar. Die besonders wichtigen Abonnementerlöse erhöhten sich sogar um 27 Prozent auf 1,40 Milliarden Dollar.
Wachstumsmotor IT-Ausgaben
Noch wichtiger für die Bewertung des Unternehmens ist der sogenannte Annual Recurring Revenue, kurz ARR. Diese Kennzahl beschreibt die jährlich wiederkehrenden Umsätze aus den laufenden Verträgen. Der ARR stieg um 25 Prozent auf inzwischen 5,84 Milliarden US-Dollar. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass CrowdStrike innerhalb eines einzigen Quartals einen Rekordwert von 333 Millionen Dollar an neuem ARR hinzugewonnen hat. Dieser Wert lag 51 Prozent über dem Vorjahresquartal und zeigt, dass sich das Neugeschäft wieder deutlich beschleunigt.
In den kommenden Jahren sollen die Cybersecurity-Ausgaben global weiter steigen:

Auch die Profitabilität entwickelt sich in die richtige Richtung. Auf GAAP-Basis erzielte CrowdStrike einen kleinen Nettogewinn von 5,3 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von rund 70 Millionen Dollar angefallen war. Bereinigt lag der Nettogewinn sogar bei knapp 323 Millionen Dollar. Gleichzeitig erwirtschaftete das Unternehmen einen Free Cashflow von 377 Millionen Dollar und verfügte zum Quartalsende über rund 5 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln.
Was wird für Crowdstrike wichtig bleiben?
Besonders interessant ist die zunehmende Verbreitung der Plattform innerhalb der bestehenden Kundenbasis. Bereits 51 Prozent der Abonnementkunden nutzen sechs oder mehr CrowdStrike-Module. Gleichzeitig gewinnt das flexible Lizenzmodell Falcon Flex stark an Bedeutung. Der darüber gebundene jährliche wiederkehrende Umsatz erreichte inzwischen mehr als 2,29 Milliarden Dollar und hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.
Nach den starken Zahlen hob CrowdStrike auch den Ausblick an. Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management nun einen Umsatz von rund 6 Milliarden US-Dollar und einen ARR von etwa 6,6 Milliarden Dollar. Für das laufende dritte Quartal werden bereits Umsätze von rund 1,52 bis 1,53 Milliarden Dollar erwartet.
So soll die Entwicklung weitergehen:

Für die kommenden Jahre besitzt CrowdStrike mehrere Wachstumstreiber. Cyberangriffe werden komplexer, Unternehmen verlagern immer mehr Daten und Anwendungen in die Cloud und gleichzeitig entstehen durch Künstliche Intelligenz völlig neue Sicherheitsrisiken. CrowdStrike versucht deshalb, Falcon zur zentralen Sicherheitsplattform für Unternehmen auszubauen. Auch sogenannte KI-Agenten, die zukünftig selbstständig Aufgaben innerhalb von Unternehmen erledigen, müssen überwacht und gegen Manipulation geschützt werden.
Genau darin liegt eine große Chance für CrowdStrike. Je stärker Unternehmen ihre IT-Infrastruktur automatisieren und KI einsetzen, desto wichtiger wird eine zentrale Plattform, die Identitäten, Endgeräte, Cloud-Systeme, Daten und zunehmend auch KI-Agenten überwachen kann.
Wie haben sich die Aktien entwickelt?
Entwicklung der Crowdstrike Aktie
Die Aktie von CrowdStrike spiegelt die dynamische Entwicklung des Unternehmens eindrucksvoll wider. Seit dem Börsengang im Juni 2019, bei dem das Unternehmen mit einem beachtlichen Kursplus startete, entwickelte sich das Papier zu einem der gefragtesten Werte im Bereich Cybersicherheit. Besonders in Zeiten zunehmender digitaler Bedrohungen und wachsender Cloud-Nutzung gewann die Aktie stark an Attraktivität bei Investoren. Zwischenzeitlich kam es – wie bei vielen Technologieaktien – zu Schwankungen, insbesondere im Zuge von Zinserhöhungen und Marktkorrekturen. Auch der Vorfall im Juli 2024 hatte kurzfristige Auswirkungen auf den Kurs. Dennoch zeigte sich die Aktie insgesamt robust, da das Unternehmen langfristig wachstumsorientiert blieb und die Nachfrage nach effektiven Sicherheitslösungen weiter zunimmt. Für viele Anleger gilt CrowdStrike mittlerweile als strategisches Investment in einen Markt, der auch künftig von hoher Relevanz und starkem Wachstum geprägt sein dürfte.
Die Börse reagierte auf die starken Quartalszahlen sehr positiv. Die CrowdStrike-Aktie legte nach Veröffentlichung der Zahlen kräftig zu und stieg im regulären Handel am folgenden Tag um rund 20 Prozent. Anleger honorierten insbesondere die Beschleunigung beim neuen ARR und den angehobenen Jahresausblick. Gleichzeitig zeigt diese Kursreaktion, wie hoch die Erwartungen an das weitere Wachstum inzwischen wieder sind.
Vom Allzeithoch ist die Aktie aktuell nur einen Dollar entfernt. Es könnte also heute einen neuen Rekord geben. Auf der Unterseite ist direkt mit den Earnings ein neues GAP entstanden, was ebenfalls eine spannende Markierung darstellt, sollte der Kurs in eine Konsolidierung übergehen.
Diese Orientierungen siehst Du hier im Chartbild in US-Dollar:

Dieser Chart wurden mit Stock3 erstellt. Melde Dich gern dafür an und nutze den Code ABSTOCK3 für den ersten Monat gratis bei allen Services, wie stock3 Plus, Tech oder TechAdvanced unter https://www.fit4finanzen.de/stock3
Hier kannst Du die Aktie handeln
Ohne Provision (0,00 $ Kommission), ein intelligentes Orderrouting zu allen verfügbaren Handelsplätzen und Börsen und die Ausführung zum besten Geld- und Briefkurs (NBBO-Regel) sind attraktive Rahmenbedingungen für den Aktienhandel. Bei Freestoxx hast Du zudem keine monatliche Inaktivitätsgebühr – informiere Dich gern dazu unter meinem Link zu Freestoxx.
Fazit zur Aktienanalyse
Für Anleger bleibt CrowdStrike damit eine der interessantesten Wachstumsaktien im Cybersecurity-Sektor. Das Unternehmen wächst weiterhin deutlich zweistellig, das Neugeschäft beschleunigt sich wieder und die hohen wiederkehrenden Umsätze sorgen für gute Planbarkeit. Gleichzeitig wird die Aktie ambitioniert bewertet und entsprechend anfällig für Enttäuschungen. Operativ zeigen die aktuellen Quartalszahlen jedoch deutlich, dass CrowdStrike den schweren Rückschlag von 2024 hinter sich lässt und vom langfristigen Wachstum des Cybersecurity-Marktes sowie dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz profitieren könnte.
Genau auf diese Fakten gehen wir im Video näher ein und analysieren wieder das Chartbild mit dem Freestoxx-Tool.
Das Video zur Crowdstrike Aktienanalyse
Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.
Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video!
Weitere Inspirationen bekommst Du kostenfrei aus der Aktien-Research-Liste nach kurzer Anmeldung per Mail zugesendet:

Risikohinweis für Trader
Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.

