KI frisst Strom ETFs
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KI ETF mit Ausrichtung Infrastruktur und Strom, welches der Engpass für das KI Wachstum darstellt – Vorstellung von ETF Ideen

von Andreas Bernstein

Wie der Sektor KI im Portfolio Einzug halten kann, insbesondere mit dem Fokus auf Strom und Infrastruktur, erörtern wir heute. Das Thema KI ETF`s geht einher mit einer starken Performance, der nachgelagerte Punkt wäre die Stromversorgung dafür. Liegt auch die Zukunft der KI in diesem Engpass beschränkt?

Warum sollte man im KI-Universum mit dem Anker Strom per ETF investiert sein?

Künstliche Intelligenz gehört zu den wichtigsten Wachstumstreibern an den Aktienmärkten. Während Unternehmen wie Nvidia, AMD und Broadcom bereits stark im Fokus der Anleger stehen, entwickelt sich im Hintergrund ein weiterer Milliardenmarkt. Denn ohne leistungsfähige Stromnetze, eine zuverlässige Energieversorgung und moderne Kühlsysteme lässt sich der Ausbau der KI-Infrastruktur kaum realisieren. In der aktuellen Ausgabe von „ETF des Monats“ stellen Andreas Bernstein und Roland Jegen vier spezialisierte ETFs vor, mit denen Anleger an unterschiedlichen Bereichen dieser Entwicklung partizipieren können.

Die Dimensionen des KI-Booms sind beeindruckend. Allein die fünf Technologiekonzerne Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle investierten 2025 zusammen mehr als 400 Milliarden US-Dollar in den Ausbau ihrer Infrastruktur. Gleichzeitig könnte sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 auf rund 950 Terawattstunden nahezu verdoppeln. Das entspricht ungefähr dem heutigen jährlichen Stromverbrauch Japans. Davon profitieren könnten insbesondere Unternehmen wie Schneider Electric, Eaton, ABB, Siemens Energy, GE Vernova und Vertiv, die wichtige Komponenten für die Energieversorgung und Kühlung bereitstellen.

Chancen für Anleger durch KI

Für Anleger ergeben sich daraus unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten. Der vorgestellte iShares-ETF konzentriert sich vor allem auf die technische Seite der künstlichen Intelligenz. Mit einem Technologieanteil von rund 88 Prozent dominieren bekannte Unternehmen wie Nvidia, AMD, Microsoft und Broadcom. Die Jahresperformance lag zum Analysezeitpunkt bei rund 56 Prozent. Allerdings bietet das Produkt kaum Zugang zu klassischen Stromnetzunternehmen und könnte bei bestehenden Technologieinvestments zu Überschneidungen führen.

Einen anderen Schwerpunkt setzt der zweite ETF, der gezielt in Unternehmen aus den Bereichen Stromnetze, Elektrifizierung und Energieverteilung investiert. Zu den wichtigsten Positionen zählen Schneider Electric, Eaton, ABB, Quanta Services und Prysmian. Mit einem Industrieanteil von rund 70 Prozent und einer US-Gewichtung von lediglich 25 Prozent unterscheidet sich das Portfolio deutlich von klassischen KI-Technologie-ETFs. Charttechnisch zeigte sich das Produkt zuletzt allerdings angeschlagen. Erst oberhalb von 55 Euro würde sich das technische Bild wieder spürbar verbessern.

Als dritte Alternative wird ein noch junger Xtrackers-ETF vorgestellt, der neben klassischer Stromnetztechnik auch Energiespeicherung und intelligente Stromsysteme berücksichtigt. Das im März 2026 aufgelegte Produkt enthält unter anderem Schneider Electric, ABB und Siemens Energy. Seit April verzeichnete es zum Analysezeitpunkt eine Performance von rund 14 Prozent. Eine wichtige charttechnische Orientierungsmarke liegt bei etwa 30 Euro.

Der vierte ETF verbindet schließlich künstliche Intelligenz und Energieversorgung innerhalb eines einzigen Portfolios. Die Zielgewichtung sieht 50 Prozent für Stromerzeugung und Stromnetzausrüstung, 20 Prozent für Rechenzentren und KI-Hardware sowie jeweils 15 Prozent für Bauunternehmen und Energieversorger vor. Das noch junge Produkt konzentriert sich auf den amerikanischen Markt. Charttechnisch wäre insbesondere eine Rückkehr über die Marke von 27 Euro positiv zu bewerten.

Hat der KI Sektor auch Risiken?

Trotz der langfristig attraktiven Wachstumsperspektiven sollten Anleger die Risiken berücksichtigen. Ein wesentlicher Teil der Nachfrage hängt von den Investitionsbudgets weniger großer Technologiekonzerne ab. Werden diese reduziert, könnte das die gesamte Wertschöpfungskette belasten. Hinzu kommen teilweise hohe Aktienbewertungen, mögliche Verzögerungen beim Ausbau der Stromnetze und eine noch geringe Liquidität einzelner junger ETFs.

Die vier vorgestellten Produkte zeigen, dass sich der KI-Boom längst nicht mehr auf Halbleiter und Software beschränkt. Gerade die notwendige Energieinfrastruktur könnte in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen. Spezialisierte Themen-ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, diese Entwicklung gezielt im Depot abzubilden. Sinnvoll erscheint dabei vor allem eine dosierte Beimischung zu einem breit diversifizierten Kernportfolio, wobei die tatsächliche Zusammensetzung der Fonds wichtiger sein sollte als ein vielversprechender ETF-Name.

So einfach ist die ETF Geldanlage

Alle hier dargestellten Inhalte sind sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Anleger geeignet, die ihr Wissen vertiefen möchten. Dabei bringen wir einige Beispiele näher, welche konkrete Produkte enthalten.

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Wir hoffen, beim bunten Mix aus der Welt der ETFs war einiges an Informationen für Dich dabei!

Das Video zur ETF Vorstellung über KI und den Strom-Sektor

Einmal im Monat widmen sich Roland Jegen und Andreas Bernstein dem ETF-Markt und spannenden Produkten näher zu. Anbei das Video der heutigen Sendung:

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Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video!

Risikohinweis für die Geldanlage

Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.

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