Netflix wurde 1997 von Reed Hastings und Marc Randolph im kalifornischen Los Gatos gegründet – zunächst als Versanddienst für DVDs per Post. Das Geschäftsmodell war eine Reaktion auf die Unzulänglichkeiten klassischer Videotheken und traf den Nerv einer zunehmend digitalaffinen Kundschaft. Bereits früh zeigte sich der strategische Weitblick des Managements: Netflix investierte konsequent in Software, Datenanalyse und Kundenbindung, lange bevor Streaming zum Massenphänomen wurde. Der Börsengang erfolgte im Mai 2002 an der Nasdaq. Die Aktie startete zu einem Ausgabepreis von 15 US-Dollar und spiegelte zunächst ein Nischenmodell wider, das von vielen Investoren noch skeptisch betrachtet wurde.
Der eigentliche Wendepunkt kam ab 2007 mit der Einführung des Streaming-Dienstes. Netflix wandelte sich vom Logistikunternehmen zum Technologie- und Medienkonzern. Diese Transformation war kostenintensiv, zahlte sich jedoch aus: Das Unternehmen nutzte Nutzerdaten systematisch, um Inhalte zu personalisieren und Investitionsentscheidungen zu optimieren. Ab 2013 setzte Netflix mit Eigenproduktionen wie *House of Cards* neue Maßstäbe. Die vertikale Integration – von der Finanzierung über die Produktion bis zur weltweiten Distribution – entwickelte sich zu einem zentralen Wettbewerbsvorteil. Parallel expandierte Netflix international und ist heute in über 190 Ländern präsent.
Das Wachstum von Netflix
Der Geschäftsverlauf war über Jahre von starkem Umsatzwachstum geprägt, begleitet von hohen Vorleistungen für Inhalte. Entsprechend volatil entwickelte sich die Profitabilität. An der Börse honorierten Investoren lange Zeit vor allem das Abonnentenwachstum. Die Aktie entwickelte sich von einem Nebenwert zu einem der prägenden Titel der Technologie- und Medienbranche. Phasen kräftiger Kursanstiege wurden jedoch immer wieder von deutlichen Korrekturen unterbrochen, etwa bei stagnierenden Nutzerzahlen oder steigenden Produktionskosten. Besonders 2022 markierte einen Einschnitt, als erstmals ein Nettoverlust an Abonnenten gemeldet wurde und das Wachstumstempo infrage stand.
Inzwischen hat Netflix darauf reagiert und sein Geschäftsmodell weiter diversifiziert. Preiserhöhungen, die Einführung eines werbefinanzierten Abomodells sowie ein strengeres Vorgehen gegen das Teilen von Passwörtern haben die Erlösbasis stabilisiert. Gleichzeitig legt der Konzern stärkeres Gewicht auf Cashflow und Margen als auf reines Nutzerwachstum. Der Aktienkurs hat sich in der Folge wieder erholt, getragen von verbesserten Ergebnissen und einem wiedergewonnenen Vertrauen des Kapitalmarkts.
So kann die Entwicklung fortgesetzt werden:

Wie entwickelten sich die Aktien?
Die Entwicklung der Netflix Aktien
Nach dem Börsengang im Jahr 2002 zu einem Ausgabepreis von rund 15 US-Dollar (splitbereinigt deutlich darunter) verzeichnete die Aktie zunächst ein moderates Wachstum. Mit dem Einstieg ins Streaming-Geschäft 2007 und besonders ab dem Start eigener Inhalte ab 2013 begann jedoch eine Phase explosiven Wachstums. Zwischen 2013 und 2021 vervielfachte sich der Aktienkurs, und Netflix wurde zu einem der wertvollsten Medienunternehmen der Welt. Die Aktie galt lange als Paradebeispiel für den Erfolg disruptiver Technologieunternehmen im Digitalzeitalter. Allerdings blieb Netflix nicht von Rückschlägen verschont: 2022 etwa führte ein vorübergehender Abonnentenrückgang zu einem starken Kurseinbruch. Das Unternehmen reagierte mit strategischen Anpassungen wie einem werbefinanzierten Abo-Modell und verstärktem Fokus auf Profitabilität.
Vom Allzeithoch ist der Kurs jedoch wieder stark abgefallen und hat sogar die mittelfristige Trendlinie unterschritten. Damit steht erst einmal das Short-Setup im Vordergrund. Als weitere Support-Schwelle könnte nun die 80 US-Dollar fungieren. Zyklisch ist jedoch noch keine „Entwarnung“ zu geben. Im Chartbild in US-Dollar ist dies einmal dargestellt:

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Fazit zur Netflix Aktienanalyse
Der Ausblick hängt maßgeblich davon ab, ob Netflix seine Position im zunehmend umkämpften Streaming-Markt behaupten kann. Der Wettbewerb durch große Medienkonzerne bleibt intensiv, doch Netflix verfügt über eine globale Marke, umfangreiche Nutzerdaten und Skaleneffekte, die schwer zu kopieren sind. Gelingt es dem Unternehmen, Kosten diszipliniert zu steuern, Inhalte effizient zu monetarisieren und neue Erlösquellen – etwa Werbung oder Games – profitabel auszubauen, dürfte Netflix auch künftig zu den dominierenden Akteuren der digitalen Unterhaltungsindustrie zählen.
Am Markt wird die Warner Bros Übernahme aktuell negativ bewertet. Dabei waren die Quartalszahlen erneut sehr gut. Ist dies eine Chance für die Aktien, die in den letzten Monaten sehr schwach tendieren? Dies ergründen wir heute in der Aktienanalyse und blicken auf das Chartbild mit dem Freestoxx-Tool.
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